München, 8. Juni 2010 – KraussMaffei präsentiert auf der K2010 einen neuartigen Produktionsprozess, der die Vorteile des thermoplastischen Spritzgießens mit denen des Thermoformens von endlosfaserverstärkten Halbzeugen kombiniert. Im Rahmenkonzept „Forschung für die Produktion von morgen“, gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), hat der einzige Hersteller von Spritzgieß-, Reaktions- und Extrusionstechnik gemeinsam mit anderen industriellen und wissenschaftlichen Partnern damit ein wirtschaftliches Verfahren zur Herstellung mechanisch hochstabiler Bauteile für Anwendungen im Automobil, dem Transportwesen sowie dem Maschinenbau entwickelt.
Die mit dem neuen Verfahren gefertigten geometrisch komplexen Bauteile bieten eine hohe Festigkeit und ein starkes Energieabsorptionsvermögen bei einem deutlich reduzierten Gewicht im Vergleich zu Stahl- und Aluminium-Bauteilen. Damit eignen sie sich hervorragend für dynamisch belastete Strukturbauteile im automotiven Umfeld. Im Mittelpunkt des Projekts steht die geschickte Kombination von Organoblechen, also kontinuierlich faserverstärkte thermoplastische Halbzeuge, mit dem Spritzgießverfahren, um die Herstellkosten drastisch zu reduzieren. Während der K 2010 zeigt KraussMaffei erstmals den kompletten Prozess inklusive der kompletten Automation. In einem Inline-Spritzgießverfahren wird ein erwärmtes Organoblech von Bond-Laminates GmbH im Werkzeug umgeformt und mit einem Glasfaser-Verstärktem Polyamid von Lanxess umspritzt. Für die Demonstration auf der Messe setzt KraussMaffei einen Spritzgießcompounder mit 3000 kN Schließkraft in Kombination mit einer Spritzgießmaschine der CX-Baureihe ein, um im Ein-Stufen-Prozess Fasern unterschiedlichster Länge schonend beizumengen.
Das anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird von Jacob Composite GmbH koordiniert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Neben Jacob Composite GmbH und KraussMaffei Technologies GmbH beteiligen sich die Unternehmen Audi AG, Lanxess, Bond-Laminates GmbH und das Institut für Verbundwerkstoffe GmbH an dem technologieübergreifenden Projekt. Verantwortlich für den Bau des Messewerkzeuges zeichnet sich die Georg Kaufmann Formenbau AG.
KraussMaffei ist auf der K2010 in Halle 15, Stand C24


